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04.05.2020

Der Podcast als Medium für die Pharmabranche

Podcasts erleben aktuell eine steigende Nachfrage. Sie stellen ein geeignetes Mittel dar, um Content als Audiostreams mithilfe von Sprechern zu präsentieren. Und: Die aufs Zielpublikum zugeschnittenen Informations- oder Unterhaltungshäppchen kommen an. Speziell Experten-Podcasts werden zunehmend auch von Verbrauchern konsultiert. In diesem Medium liegen deshalb auch für Akteure in der Pharmaindustrie wertvolle Potenziale, denn Podcasts gelten als informativ und seriös und setzen sich damit von anderen Formaten wie z. B. Anzeigen oder Social-Media-Kampagnen ab.

Über die Vorteile und das Aufsetzen von Podcasts

Podcasts haben zahlreiche Vorteile: Als Einweg-Kommunikation im Audioformat sind sie dank Smartphone oder Tablet immer und überall verfügbar. Für den Abruf der Audiostreams ist keine große Bandbreite nötig. Podcasts dienen als Informationshäppchen für zwischendurch und können hervorragend nebenbei konsumiert werden – ob beim Autofahren, Radfahren oder am Frühstückstisch. Durch informative oder auch emotional ansprechende Inhalte generieren sie Mehrwert für die Nutzer. Um sich all diese Vorteile als Unternehmen zunutze zu machen, sind eine tragfähige Kommunikationsstrategie sowie eine ausführliche Recherche und fachkundige Aufbereitung wichtig. Stehen das Konzept und die Inhalte, gilt es, gut verständliche und glaubwürdige Sprecher zu finden. Für die technische Umsetzung werden ein gutes Mikrofon und Aufnahmegerät sowie Schnittsoftware benötigt. Für die Verbreitung von Podcasts empfiehlt sich die Anmeldung bei einem entsprechenden Hosting-Anbieter, um die Dateien zu speichern und den RSS-Feed zu erstellen. Der RSS-Feed ermöglicht die Abonnentengewinnung. Damit eine möglichst breite Zuhörerschaft erreicht wird, ist das Streuen des Podcast-Angebots über alle Online-Kanäle wichtig – von der eigenen Homepage bis hin zu Social-Media-Plattformen. Zur Bekanntmachung der Podcasts sollte man auch von der Bewerbung in Mailings, im E-Mail-Abbinder oder in Flyern Gebrauch machen.

Vielfältige Inhalte für einen Podcast im Healthcare-Bereich

Der Content, den Anbieter aus der Healthcare-Branche in ihren Podcasts vermitteln können, ist vielfältig. Die Bandbreite an Darstellungsformen für Podcast-Inhalte reicht von Experteninterviews über moderierte Diskussionsrunden bis hin zu Berichten und Reportagen, News aus Medizin und Forschung oder Meinungsumfragen. Das Publikum schätzt vor allem Podcast-Reihen – also Formate, bei denen gleichbleibende Sprecher zu einem bestimmten Themenfeld im Gesundheitswesen informieren.

Best Practice: Beispiele für Healthcare-Podcasts

Als Unternehmen der Healthcare- oder Pharmabranche einen Podcast ins Leben zu rufen, ist heute längst keine Pionierarbeit mehr. Einige namhafte Akteure haben dieses Format bereits für sich entdeckt und Podcasts etabliert, die sich wachsender Nachfrage erfreuen. So zeigt Pfizer zum Beispiel, dass man sich beim Podcasten nicht nur auf eine Ausrichtung beschränken muss: Das Pharmaunternehmen unterhält drei Podcast-Formate, die ständig mit neuen Inhalten gefüttert werden. Im Format „Get Science“ erhalten die Hörer Einblicke in News aus der Wissenschaft. Der Pfizer-Podcast „Diverse Perspectives“ präsentiert Mehrwert in Form von Experteninterviews mit Visionären und Vordenkern aus verschiedenen Bereichen. „The Antigen“ wiederum informiert in Form einer Audiodokumentation über Impfthemen aus wissenschaftlicher, kultureller und politischer Sicht.

Auch das Pharmaunternehmen Merck geht den Weg der Audiokommunikation: In seinem Podcast-Format informiert das Unternehmen über Wohlbefinden und Gesundheit sowie damit verbundene Themen aus dem Medizinbereich. Im Fokus stehen Experten, die auf verbrauchernahe Weise über das jeweilige Fachthema informieren. Neben reiner Faktenvermittlung hat dieses Format durchaus auch zum Ziel, die Hörer zum Nachdenken anzuregen.

Fazit: Der Podcast sollte für alle zukunftsorientierten Unternehmen zu einem Bestandteil der Kommunikationsstrategie werden.